Redaktionsbeirat – wissen was geht!

Von unserem Kunden STIHL können Sie nicht nur die professionelle Hege von Wald und Flur lernen. Sondern auch, wie ein Redaktionsbeirat für mehr Relevanz in der Mitarbeiterzeitschrift sorgt.

stihl-motorsaege-baum-mitarbeiterzeitschrift-hochHallo Sie da draußen! Ja, genau Sie: Verantwortlich für die interne Kommunikation und damit – immer noch – Macher der Mitarbeiter­zeitschrift. Wie ist Ihr wertes Befinden? Sind Sie der Dirigent eines vielstimmigen Kommunikations­orchesters? Oder sehen Sie sich als das Trüffelschwein auf der fortwährenden Suche nach dem relevanten Inhalt? Sorry, natürlich auf der Suche nach #Content.

Für die Trüffelschweine in der internen Kommunikation haben wir heute einen ganz praktischen Tipp auf dem Weg zu besserem, weil relevanten Inhalt. Machen Sie es wie STIHL bei der blick ins werk, der Mitarbeiter­zeitschrift für die Belegschaft der ANDREAS STIHL AG & Co.KG. Auch im 55sten Jahrgang ist das Heft besonders. Denn das redaktionelle Grundprinzip aus dem Jahr 1991 lebt bis heute: Mitarbeiter schreiben für Mitarbeiter, die Themen sammelt und verifiziert der Redaktionsbeirat. Der setzt sich aus freiwilligen Vertretern aus fast allen relevanten Unternehmens­bereichen zusammen.

Das zeichnet einen Beirat aus

Ein guter Beirat kennt seine Abteilung aus dem Effeff, verifiziert Themen, sucht aktiv nach Geschichten, findet passende Autoren und ist zugleich diplomatisch und durchsetzungsstark. Diplomatisch, um einem Themenpaten auch mal eine Absage zu erteilen, durchsetzungsstark, um in der Themenkonferenz einen Vorschlag durchzubringen. Denn bis heute herrscht zwischen den Redaktionsbeiräten ein gesunder Wettbewerb um die raren Zeitschriftenspalten.

Platz für gute Geschichten

Bei STIHL gibt es keinen Proporz. Kernkriterium für den Weg ins Blatt ist Relevanz, sprich: Interessiert das Thema eine möglichst breite Leserschaft. Das gilt es im zwölfköpfigen Gremium fundiert zu begründen. Dabei läuft der Prozess keineswegs basisdemokratisch. Die Redaktionsleitung muss die Linie des Blatts im Blick haben und dann und wann auch mal ein Machtwort sprechen.

Übrigens: Die Institution Redaktionsbeirat bei STIHL trifft sich neben den vier turnusmäßigen Sitzungen zur jeweiligen Ausgabe regelmäßig zur Weiterbildung. Nach Workshops zum Thema journalistisches Schreiben und zur gelungenen Bildsprache diskutierten die Beiräte auch über die Kriterien einer professionellen Mitarbeiter­zeitschrift – moderiert von pr+co. Der Blick über den Tellerrand schärfte dabei den Blick aufs eigene Heft.

5 Tipps auf dem Weg zum Redaktionsbeirat

  1. Holen Sie sich Rückendeckung in der Geschäftsleitung. Denn ein Redaktionsbeirat braucht Handlungsvollmacht und zeitlichen Freiraum für seine Tätigkeit.
  2. Präsentieren Sie das Grundprinzip auf dem nächsten Management-Meeting und bitten Sie alle Teilnehmer einen Vertreter in ihrem Verantwortungsbereich zu benennen.
  3. Machen Sie ein persönliches Auftakt-Meeting. Informieren Sie über Rolle, Aufgaben und Erwartungen. Fixieren Sie das in einem Redaktionsstatut, das auch von der Geschäftsleitung gezeichnet wird.
  4. Starten Sie sofort mit der ersten gemeinsamen Ausgabe. Mit einem klaren Zeitrahmen und verbindlichen Terminen.
  5. Bleiben Sie konsequent und tauschen Sie gegebenenfalls einzelne Mitglieder aus. Nur mit einem motivierten Redaktionsbeirat, in dem alle an einem Strang ziehen, entsteht ein gutes Blatt.

 

  • Autor:
    Norbert Hiller
  • Datum:
    19.11.2015
  • Lesezeit:
    3 Minuten
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