Case-Study: Relaunch Mitarbeiterzeitschrift
So schaffen es alle Themen ins Ziel

Themen für die Mitarbeiterzeitschrift gibt es bei ebm-papst genug. Allerdings sind nicht alle überregional interessant. Im Zuge des Relaunches der „wir“ setzt der Ventilatorspezialist deshalb auf regionale Beileger.

Ein typischer Satz bei der Redaktionskonferenz der „wir“ lautet: „Das muss aber unbedingt noch rein!“ Unser Objektleiter blickt dann immer nachdenklich auf den Seitenplan – denn der ist meist schon voll.

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Zu viele Themen

Eine große Themenvielfalt auf einer begrenzten Seitenzahl abzubilden, führt regelmäßig zu kleinteiligen Seiten. Das wirkt sich aus mehreren Gründen negativ auf das Heft aus:

  • Die Einreicher und Ansprechpartner der Themen sind enttäuscht über die Aufbereitung ihrer Inhalte. „Warum ist das denn so winzig drin?“ ist ein häufiges Feedback.
  • Die Macher beklagen, dass 400-Zeichen-Meldungen keinen Raum für Storytelling bieten. Hinter manchem Minitext verbirgt sich schließlich eine interessante Geschichte. Die Kleinteiligkeit steht darüber hinaus einem modernen, aufgeräumten Layout entgegen.
  • Die Leser wollen nicht nach „ihren“ Themen suchen. In einer internationalen Unternehmensgruppe interessieren sich nicht alle für jedes Regionalthema.

Mehr Platz!

Beim Heft-Relaunch 2015 kommt diese Problematik auf den Tisch. Die erste Maßnahme: Die Themenvielfalt zurückfahren. Mehr als einen Artikel pro Seite gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Dadurch gewinnt die Optik des Hefts. Die Layouts haben jetzt deutlich mehr Platz zum Atmen.

Ein eigener Kanal

Die regional relevanten Themen sind damit aber nicht über Bord geworfen. Stattdessen wandern sie in einen eigenen, bis zu zwölf Seiten starken Beileger. Jeder der drei Hauptstandorte von ebm-papst bekommt ein komplett individuelles Mini-Magazin im A5-Format. Lediglich das Cover ist stets vom Mantel abgeleitet, damit die Verwandtschaft klar erkennbar bleibt.
Das Zusammenspiel beider Mitarbeitermedien spiegelt die strategische Ausrichtung von ebm-papst wieder: Die überregionale Zusammenarbeit steht im Vordergrund, die Standorte behalten aber ihre individuelle Identität. Deshalb ist die redaktionelle Verantwortung dezentral verteilt, die Redaktionsmitglieder vor Ort erstellen größtenteils alle Inhalte gemeinsam mit den jeweiligen Ansprechpartnern. pr+co übernimmt die Gestaltung und unterstützt auf Zuruf.

Auch kleinere Niederlassungen der Gruppe bekommen die Möglichkeit, ihre lokalen Inhalte in „wir“-Optik zu kommunizieren. Die Kommunikatoren nutzen eine eigens designte Wordvorlage, in dessen Maske sie ihre Inhalte schnell und simpel einpflegen können. Mit dem Bürodrucker können sie so schnell ein eigenes Newsletter-Format erstellen.

Positives Feedback

Die Beileger stellen eine enorme Aufwertung für die Themen dar: Sie haben jetzt mehr Raum und erreichen genau die angepeilte Zielgruppe. Das beweist auch das Feedback: Führungskräfte, Betriebsräte, Mitarbeiter, alle gaben positives Rückmeldungen über die neue „wir“ mit Beiwagen ab.


Sieben Highlights der neuen „wir“

Auch die zweite Ausgabe nach dem Relaunch belegt: Das nun überregionale Mantelmagazin mit drei Regionalbeilegern ist in sich schlüssiger, relevanter und emotionaler. Darüber hinaus zeigt das Heft eine Reihe konzeptioneller Verbesserungen. Die neue „wir“ ist …

AUF EINEN BLICK

  • Zielgruppe: Alle Mitarbeiter der ebm-papst Unternehmensgruppe
  • Auflage: 8.000; erscheint viermal jährlich in Deutsch und Englisch; Umfang: 32 bis 36 Seiten
  • Leistungen in enger Abstimmung mit ebm-papst: Relaunch, Konzeption, Redaktion, Gestaltung, Produktion
  • Gold-Award beim inkom. Grand Prix 2013 für die beste Reportage

KONTAKT

Steffen Beck Steffen Beck Redaktionsleiter