The California Sunday Magazine

Von der schönsten Seite: Unser Leiter Digital Publishing berichtet subjektiv von seiner endlosen Suche nach dem besten Online-Magazin der ganzen Welt.

Das California Sunday Magazine verspricht herausragende Bilder und umfassende Geschichten aus dem schönen Kalifornien – angepriesen explizit für das Lesevergnügen am Wochenende. Das Ganze gibt’s vor allem als gedrucktes Magazin zum Abonnieren, aber anscheinend auch vollumfänglich als Online-Magazin.

Und gerade heraus: Dieses Online-Magazin finde ich super-knorke! Das liegt zu 90 Prozent an den tollen Bildern und zu weiteren 90 Prozent an diesem puren, sturen Umsetzungskonzept: 

Wir haben viele schöne, große Bilder und wir haben Text zum Lesen. Basta!

Ganz erstaunlich: Die Macher kommen ohne Schnickschnack wie Ausklapper und Infoboxen aus, haben sogar die Luft zwischen den Absätzen „vergessen“ und die „Zwischenheadlines“ sind verkleinert in der Anfangszeile des Folgeabsatzes versteckt. Und trotzdem: eine gut lesbare Schrift (Sina Nova, 22 Pixel groß), eine angemessene Breite (672 Pixel) und etwas Zeit am Wochenende und schon kann man einen 50.000 Zeichen-Artikel lesen.

Bilder, Bilder & Bilder!

Das Grundlayout ist stur zentriert, kennt aber durchaus Variationen beim Bildeinsatz: Fullscreen randlos oder doch alle Bilder mit Passepartout? Manchmal gibt es auch eine Farbe hinter dem Text, nur damit die weißen Hintergründe der Bilder besser wirken. Ein Fullscreen-breites Bild im klassischen 4:3 Format muss man am 16:9 Bildschirm ja bereits scrollen um das Bildende betrachten zu können – warum dann nicht gleich noch zwei weitere Fullscreen-Bilder unten dran hängen? Besser als eine Slideshow!

Und worum geht’s jetzt?

Viele Artikel eröffnen nur mit einem Bild, kein Hinweis darauf, worum es geht. Erst nach einigem Scrollen folgt die kleine Headline (Font: Foro / 24 Pixel), ein Teaser und der Autor / Fotograf. Muss man sich trauen, aber am Wochenende hat man ja Zeit zum Scrollen. Obwohl sonst alle Elemente in neutralem schwarz-weiß bleiben, darf die Headline (wie auch die ausgestellten Zitate) in Farbe – sogar in einem Farbverlauf – auftreten.

Die Artikel werden gesammelt, ausgabenbezogen publiziert: Die Ausgabenseiten haben ein hübsches Teaser-Raster (nur ein bisschen zuviel Sponsored Content dazwischen), ansonsten hüpft man einfach über „Das könnte Sie auch interessieren“ von Artikel zu Artikel und braucht die Startseite gar nicht mehr.

Zum Abschluss möchte ich auch noch irgendetwas Negatives finden:

  • Alle internen Links gehen in einem neuen Fenster auf: sehr doof.
  • Und am Smartphone wirkt’s weniger gut, einfach weil die Bilder nicht so kraftvoll sein können und ein Bild in „voller Breite“ im Portrait-Modus eben nur ein Drittel des Screens ausfüllt.
Mein Fazit: Toll für’s Wochenende mit einen großen Bildschirm.
  • Autor:
    Claus Schöffel
  • Datum:
    25.07.2018
  • Lesezeit:
    geht auch werktags
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