SEO-Regeln für Online-Magazine

„Der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken, ist die Seite 2 bei Google*.” Aber wie schafft man es nach ganz vorne? Wir haben zehn Tipps zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Online-Magazine für Sie zusammengefasst.

*Neben Google gibt es weitere Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder T-Online. Mit einem Marktanteil von 95 Prozent in Deutschland ist Google aber mit Abstand die Wichtigste, weswegen wir uns auf diese Suchmaschine beziehen.

  1. Lassen Sie Ihre URL sprechen

  2. Eine URL führt nicht nur zum richtigen Ziel. Ideal ist sie, wenn sie den Inhalt der Seite sinnvoll zusammenfasst. Das freut Google und jeden, der den Link geschickt bekommt. Dazu sollten Sie immer einen ausformulierten Satz mit drei bis fünf Keywords verwenden. Das ist besser, als Schlüsselwörter aneinander zu reihen, weil Suchmaschinen formulierten Text mögen.

    Beispiel: http://mag.ebmpapst.com/radialventilatoren-von-ebm-papst-kuehlen-riesigen-steppen-solarpark/

    Wichtig: Trennen Sie die Wörter mit einem Minus, damit Google sie einzeln indexiert. Unterstriche sind für die Suchmaschine ein Signal, dass sie die Begriffe gemeinsam betrachten soll.

  3. Benutzen Sie Schlüsselworte in der Headline

  4. Oftmals sind Online-Magazine so eingestellt, dass die Headline eines Artikels auch der Titel der Seite ist. Sie wird somit im Browserrahmen, Tab sowie beim Teilen in Sozialen Netzwerken angezeigt und ist für Suchmaschinen sehr wichtig. Anders als in einem gedruckten Heft soll die Überschrift online in erster Linie anhand von Keywords vermitteln, worum es in dem Text geht. Wortspiele oder doppelte Bedeutungen haben hier keinen Platz. Für eine präzise Headline spricht auch, dass der potenzielle Leser in einer Übersicht eher auf den Teaser klickt, wenn er den Artikelinhalt erkennen kann.

    So: „Klimatisierung fürs Delfinarium“
    So nicht: „Flipper in Moskau“

  5. Setzen Sie Keywords in die Zwischenüberschriften

  6. WAS SIND GUTE KEYWORDS?

    Keywords sollen den Artikel auf den Punkt bringen. Fragen Sie sich, was die zentralen Begriffe im Text sind und nach welchen Worten und Kombinationen Nutzer suchen. Google Trends, der Google Keyword-Planer für Anzeigenkunden sowie eine Reihe weiterer Keyword-Tools helfen, letzteres herauszu­finden. Ein Keyword sollte häufiger im Artikeltext stehen.

    Online scannen viele Leser Texte nur, deswegen brauchen sie klare Zwischenüberschriften. Diese sollen – ebenfalls anders als im Print, wo sie vor allem Interesse wecken − den Text strukturieren und vermitteln, welcher Aspekt im nächsten Absatz kommt. Es ist gut, wenn das Keyword des folgenden Absatzes Teil der Zwischenüberschrift ist.

    So: „Russland entdeckt die Energieeffizienz“
    So nicht: „Umdenken in Russland“

    Damit Suchmaschinen Zwischenüberschriften erkennen, müssen sie semantisch korrekt als Headline − <h2>, <h3> oder <h4> − im HTML-Quellcode definiert sein. Einfach fett schreiben hilft nicht!

  7. Bilder brauchen Namen

  8. Der Name der verwendeten Bilder ist wichtig. Hier sollten ebenfalls die Keywords des Artikels vorkommen − idealerweise variierend von Foto zu Foto. Am besten reihen Sie ein bis drei Schlüsselworte hintereinander, die zu Bild und Artikel passen.

    So: retrofit-birmingham-airport_1.jpg
    So nicht: 01_klein.jpg

  9. Beschreiben Sie Ihre Fotos

  10. Jedes Bild hat einen Alt-Tag. Suchmaschinen lesen diesen immer. Geben Sie nichts ein, verwendet das System den Bildnamen als Alternativtext. Das ist nicht gut, da dieser nur aus Keywords besteht, Suchmaschinen aber, wie erwähnt, formulierten Text bevorzugen. Daher: ändern!

    Der Alt-Tag sollte so formuliert sein, dass man sich vorstellen kann, was auf dem Bild zu sehen ist, wenn man es nicht sehen kann. Das hilft auch Programmen, die Blinden Webseiten vorlesen und dafür den Alternativtext verwenden. Auch Leser sehen ihn, wenn eine Webseite ein Bild nicht laden kann. In der Regel eignet sich die Bildunterschrift gut als Alt-Tag, eventuell ergänzt um ein bis zwei Keywords.

    Bildunterschrift: FanGrid mit Axialventilatoren.
    Alt-Tag: Der FanGrid mit Axialventilatoren kühlt das Rechenzentrum effizient.

  11. Klein, kleiner, Webgröße

  12. Eine schneller ladende Webseite steht in den Suchmaschinen-Ergebnissen weiter oben. Der größte Ladezeithemmer sind Bilder. Deswegen sollten diese eine möglichst kleine Datengröße haben. Hier entscheidet der Augenschein: Das Bild muss nur in der Größe überzeugen, in der man es tatsächlich online anschauen kann.

  13. Links, Links, Links

  14. Ganz besonders positiv auf die Platzierung bei Google wirkt es sich aus, wenn andere Seiten auf die Artikel verlinken. Dabei spielen Zahl und Qualität der Links eine Rolle. Gekaufte Links können daher mehr Schaden anrichten als nutzen, viel besser ist es, zu Rücklinks aufzufordern. Wer in seinem Artikel über andere Unternehmen schreibt und auf diese verlinkt, kann die Firmen bitten, den Artikel im Gegenzug auf ihrer Webseite zu empfehlen. Besonders gut ist es, wenn der Linktext dabei eines der Keywords enthält. Das gilt natürlich auch für selbst gesetzte Links.

    So: Erfahren Sie im mag online mehr über den neuen AxiBlade.
    So nicht: Den Artikel dazu finden Sie hier.

    Aber auch viele eingehende Links von der eigenen Webseite heißen für Google: das ist eine bedeutende Seite. Es sollten daher möglichst viele interne Links auf die wichtigsten Unterseiten verweisen. In Online-Magazine bietet es sich an, in jedem Artikel zu ähnlichen oder weiterführenden Artikeln zu verlinken.

  15. Bieten Sie regelmäßig neue Inhalte

  16. Google mag keinen Stillstand. Daher belohnt es regelmäßig aktualisierte Seiten mit einer besseren Position im Suchmaschinenranking. Für Online-Magazine, die Inhalte aus einer periodisch erscheinenden Mitarbeiter- oder Kundenzeitschrift ableiten, ist es daher besser, alle paar Wochen einen neuen Artikel online zu stellen, als alle Artikel nach Erscheinen des Heftes auf einmal zu publizieren und dann ein halbes Jahr keine neuen Inhalte zu veröffentlichen.

  17. Optimieren Sie die Seite für die mobile Nutzung

  18. Leser, die brav vor dem Bildschirm ihres Desktop-PCs sitzen waren gestern, heute wollen sie ihre Online-Magazine immer und überall aufrufen können – meistens mit dem Smartphone. Deswegen berücksichtigt Google seit April 2015 die mobile Verfügbarkeit einer Webseite als Rankingfaktor. Google bevorzugt dabei Seiten, die für Mobilgeräte formatiert sind oder über eine entsprechende Variante für Mobilgeräte verfügen. Die Seite landet oben in den Suchergebnissen, wenn mobil alles fehlerfrei funktioniert und die Artikel schnell laden. Google empfiehlt dazu Webseiten im Responsive Design.

  19. Nutzen Sie Analysetools

  20. Kostenlose Analysetools wie Piwik und die Google Webmaster-Tools helfen, Probleme bei Online-Magazinen zu identifizieren und zu beheben sowie zu erkennen, welche Artikel erfolgreich sind und welche nicht – und im Idealfall auch warum. So können Sie weitere Verbesserungen ableiten und ihre Artikel nach vorne bringen.


Fazit:

  • Technik: Handwerk richtig machen
  • Texten: an Google denken – ohne den Leser zu vergessen
  • Verlinkungen: auch bei älteren Artikeln immer wieder ausbauen

  • Autor:
    Tina Hofmann
  • Datum:
    17.08.2016
  • Lesezeit:
    10 kurze Lektionen
  • Artikel bewerten:
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